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Bestattungsformen

Traditionelle Bestattungsformen

Die Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die traditionellste Bestattungsart und bedarf keiner besonderen Willenserklärung. Sie war lange Zeit die vorherrschende Bestattungstradition in christlichen Kulturkreisen.

Eine Erdbestattung erfolgt in einem Sarg und ist auf jedem Friedhof möglich. Nach der christlichen Lehre wird ein geistlicher Leib zu neuem Leben auferweckt werden (1. Korinther 15.), daher sollte der irdische Leib möglichst unversehrt bestattet werden. Das Grab kann mit einem Grabstein, auf dem der Name und die Daten des Verstorbenen stehen, gekennzeichnet werden.

Bei einer Erdbestattung gilt es zu überlegen, ob in der gleichen Grabstätte später vielleicht ein anderer Verwandter beigesetzt werden soll. Dann sollte eine Grabstelle gewählt werden, die größer ist und bei der diese Möglichkeit besteht. Das Grabnutzungsrecht wird für eine bestimmte Zeit, die so genannte Ruhezeit, erworben. Diese ist – wie die Gebühren – oft von Ort zu Ort unterschiedlich.

Ruhezeiten

Besitzt eine Familie bereits ein Grab, so werden bei einer Bestattung trotzdem häufig anteilige Grabnutzungsgebühren fällig. Normalerweise wird dabei die Verlängerung des Grabnutzungsrechtes auf die Mindestruhezeit in Rechnung gestellt.

Wahlgrab oder Reihengrab?

Mancherorts gibt es auch den Unterschied zwischen Wahl- und Reihengräbern. In einem Reihengrab kann im Allgemeinen nur ein Verstorbener beigesetzt werden. Auch eine Verlängerung der Ruhezeit ist dabei normalerweise nicht möglich. Wahlgräber dagegen unterliegen hingegen nicht der strengen Ruhezeitregelung, da in einem Wahlgrab über längeren Zeitraum mehrere Verstorbene bestattet werden können. (i.d.R. auch zusätzliche Urnen).

Anonym oder Pflegefrei?

Eine weitere Möglichkeit ist die anonyme Beisetzung. Sie erfolgt im Gegensatz zur Beisetzung in einem pflegefreien Grab (Wiesengrab) ohne die Anwesenheit von Angehörigen und ohne Bekanntgabe der Lage des Grabes. Das pflegefreie Grab hingegen wird durch eine kleine Platte mit den Daten des Verstorbenen versehen und muss wie der Name schon sagt nicht gepflegt werden.


Die Feuerbestattung

Eine Alternative zur Erdbestattung ist die Feuerbestattung, für die sich viele Menschen schon zu Lebzeiten entscheiden.

Nach einer Trauerfeier mit dem Sarg wird dieser zum Krematorium gebracht. Nach der Einäscherung wird.

Traditionell wird eine Urne in einem Wahl- oder Reihengrab auf dem Friedhof des letzten Wohnsitzes oder dem Heimatfriedhof des Verstorbenen beigesetzt.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Urne in einem Friedwald oder einem Grabfeld beizusetzen bei denen die Namen der dort Beigesetzten auf jeweils einer Inschriftplatte festgehalten werden.

Auch bei einer Urnenbeisetzung besteht die Wahl zwischen einem anonymen oder einem pflegefreien Grab.


Moderne Bestattungsformen

Die Seebestattung

Fälschlicherweise wird oft angenommen, bei einer Seebestattung würde der Körper des Verstorbenen im Meer beigesetzt. Tatsächlich setzt eine Seebestattung jedoch generell eine Einäscherung voraus. Anschließend wird die Asche des Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne (Quarz, Sand- oder Salzstein) der See übergeben. Die Beisetzung erfolgt in gesondert ausgewiesenen Gebieten in Nord oder Ostsee, auf Wunsch aber auch auf allen Weltmeeren ("Seefriedhöfe"). Orientierungspunkte können dabei zum Beispiel bestimmte Positionen untergegangener Schiffen sein. Der genaue Ort der Beisetzung wird von der ausführenden Reederei für die Angehörigen auf einer Seekarte dokumentiert. Voraussetzung für eine Seebestattung ist, dass der Verstorbene eine besondere Beziehung zur See hatte und diese Form der Beisetzung vom Verstorbenen gewünscht wurde. Üblicherweise reicht hierfür eine Erklärung der Angehörigen.

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Die Baumbestattung

Die Baumbestattung ist eine relativ neue Bestattungsform. Die Idee dazu hatte 1993 erstmals der Schweizer Ueli Sauter, der nach einer naturnahen Bestattung für einen Freund suchte. Er erfand die Bestattung im so genannten „Friedwald“ und ließ sich die Idee in der Schweiz und in der EU patentieren. Mittlerweile bieten auch manche Friedhöfe Baumbestattungen an. Voraussetzung für eine Baumbestattung ist die vorherige Kremation, da stets eine Urne im Wurzelbereich eines Baumes in die Erde eingebracht wird. Mitunter wird hierzu eine spezielle, besonders leicht abbaubare „Bio-Urne“ verwendet. Sargbeisetzungen sind in Friedwäldern aus Gründen des Trinkwasserschutzes nicht möglich.

Der Baum kann bereits vorhanden sein oder eigens neu gepflanzt werden. Auf Wunsch kann er mit einer Namensplakette versehen werden, es ist aber auch eine anonyme Bestattung möglich. Die Angehörigen können auch einen genauen Lageplan des Baumes, an dessen Fuß die Beisetzung erfolgt ist, erhalten. Das Ruherecht beträgt in Friedwäldern und Ruheforsten in der Regel 99 Jahre.

Allen Baumgrabstätten gemein ist, dass die Ruhestätte nicht von Angehörigen gepflegt werden muss, aber dennoch ein Ort existiert, an dem der Verstorbene „besucht“ werden kann und der damit auch der Trauerarbeit dient. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass die Beisetzungsorte für Baumbestattungen häufig außerhalb gelegen und nur über Waldwege zu erreichen sind, was insbesondere im Alter vielen Menschen einen Besuch der Grabstelle erschwert.

Die Kosten für eine Baumbestattung sind abhängig vom Träger und vom Standort des Baumes.


Diamantenbestattung

Bei dieser Bestattungsform wird aus dem in der Kremationsasche befindlichen Kohlenstoff ein Diamant hergestellt. Die Diamantbestattung setzt daher eine Einäscherung (Kremierung) des Verstorbenen voraus. Die Kremationsasche besteht zu ca. 30% aus Kohlenstoff, der zum Großteil in Verbindungen vorliegt. Durch ein spezielles Trennungsverfahren wird er aus der Asche gelöst und in einem weiteren Schritt werden die natürlichen Entstehungsbedingungen von Diamanten simuliert.

Unter enorm hohem Druck von 50.000 bis 60.000 Bar und einer Temperatur von 1.500 bis 1.700 Grad beginnt sich der Kohlenstoff zu verflüssigen und seine Struktur zu verändern. Über einen Zeitraum mehrerer Wochen beginnen aus dem ursprünglichen "hexagonalen" Karbon "oktogonale" Diamant-Kristalle - im wahrsten Sinn des Wortes - zu wachsen.

Je nach Fertigungsverfahren können dem Kohlenstoff Zusätze beigemischt werden, um unter anderem die Farbe des Diamanten zu beeinflussen. Durch einen entsprechenden Schliff entsteht dann ein Erinnerungsdiamant aus den sterblichen Überresten des geliebten Verstorbenen. Dabei sind verschiedene Schliffarten (Brillant etc.) möglich.

Aus den durchschnittlich ca. 2 Kg Kremationsasche eines Menschen können auf Wunsch mehrere Diamanten gefertigt werden. Da nicht die gesamte Asche zur Fertigung eines Diamanten benötigt wird, muss die verbleibende Asche auf herkömmliche Art beigesetzt werden.


Weltraumbestattung

Die Weltraumbestattung stellt eine völlig neue Form der Bestattung dar, bei der die Asche Verstorbener in eine Umlaufbahn um die Erde transportiert wird. Es wird nicht die komplette Urne im Weltraum beigesetzt. In der Regel werden hierfür nur wenige Gramm der Totenasche verwendet. Die Kosten dafür belaufen sich zwischen ca. 1.000 $ (ab 1g Asche, Erdumlaufbahn) bis über 35.000 $ (7g, in den Orbit). Der Rest der Asche muss auf andere Weise bestattet werden. Grundsätzlich werden niedrige Umlaufbahnen gewählt, um Kollisionen mit zukünftigen Weltraummissionen zu vermeiden. Mitunter werden die Kapseln erst gar nicht in eine Umlaufbahn gebracht, so dass sie nach sehr kurzer Zeit wieder in die Erdatmosphäre eintreten und - wie eine Sternschnuppe - verglühen.

Die wohl prominenteste Persönlichkeit, die bislang im Weltraum bestattet wurde, ist der 2005 verstorbene Schauspieler James Doohan, bekannt als "Scotty" aus der Serie "Raumschiff Enterprise".

Momentan ist diese Bestattungsform in Deutschland nicht zugelassen. Wir vermitteln aber ggf. zu Bestattern im Ausland. Weltraumbestattungen werden zurzeit von dem Unternehmen Celestis Space Services aus den USA durchgeführt.